Leipziger KinderKongress

Was ist der Leipziger Kinderkongress?

Der Leipziger Kinderkongress bietet ein solches Format und lässt die Perspektiven der Kinder in das kommunale Handeln der Stadt Leipzig einfließen. Beim Kinderkongress kommen Kinder selbst zu Wort, sie können ihre Lebenswirklichkeiten reflektieren, kommunizieren und mitgestalten. Daher veranstalten das Projekt Kinder- und Jugendbüro des Deutschen Kinderschutzbundes Leipzig e.V., das Mehrgenerationenhaus Haus Steinstraße e.V. sowie das Kinder- und Jugendzentrum HALLE 5 e.V. seit 2018 in freier Trägerschaft den Leipziger Kinderkongress. Das primäre Ziel des Kinderkongresses lautet: Kindern Teilhabe und Mitbestimmung in Leipzig zu ermöglichen. Kinder sollen also ihre Rechte kennenlernen, Methoden erlernen, um ihren Themen umfassender Geltung zu verhelfen und vor allem: echte Beteiligung erleben. Sekundäre Ziele des Kinderkongresses bestehen darin, Kindern Selbstwirksamkeitserfahrungen zu ermöglichen, demokratische Prozesse erlebbar zu machen, sich für ein Thema zu engagieren und dieses zu vertreten, andere Perspektiven zuzulassen sowie demokratisch und gewaltfrei Kompromisse auszuhandeln.

Jedes Jahr kommen dafür mehr als 100 Kinder zwischen acht und zwölf Jahren aus den verschiedenen Grund-, Ober- und Förderschulen des gesamten Leipziger Stadtgebiets zusammen und sammeln fleißig Ideen, wie sie ihre Heimatstadt, ihren Stadtteil oder ihr Schulumfeld verbessern und kindgerechter gestalten können.

Dabei gliedert sich der Gesamtprozess des Kinderkongresses in drei Phasen:

1.            Auftaktveranstaltung (Oktober): Kinder aller am Kinderkongress teilnehmenden Schulen kommen im GRASSI-Museum der Stadt Leipzig zusammen. Dort nehmen sie dann gemeinsam, in gemischten Kleingruppen an drei verschiedenen Workshops teil, um erste Impulse für eigene (Veränderungs-)Projekte zu erhalten. Parallel dazu nehmen die begleitenden Fachkräfte aus den Schulen an einem Workshop teil, der durch Mitglieder der Projektgruppe durchgeführt wird und zum Ziel hat die nächsten Schritte der Zusammenarbeit abzustimmen.

2.           Projektphase (November – März): Jetzt werden die Kinder zusammen mit ihren Lehrkräften, Schulsozialarbeiter:innen oder Horterzieher:innen in ihren Schulen aktiv. Sie überlegen, was sie gerne in ihrer Heimatstadt, ihrem Stadtteil oder ihrem Schulumfeld verbessern und kindgerechter gestalten wollen – die Kinder recherchieren also ganz viel zu ihren jeweiligen Projektvorhaben. Dabei stellen sie sich Frage, wie: Haben andere Städte schon eine gute Lösung für das „Problem“ gefunden oder haben wir eine eigene Vorstellung, wie das „Problem“ gelöst werden könnte?

Dabei steht den Kindern das Projektteam des Kinderkongresses und den begleitenden Fachkräften mir Rat und Tat zur Seite und stellt bereits erste Kontakte zu den passenden Personen und Entscheidungsträger:innen für das Vorhaben in der Leipziger Stadtverwaltung her.

3.           Abschlussveranstaltung (April): Es geht ins Neue Rathaus der Stadt Leipzig! Hier kommen die Kinder wieder alle zusammen und stellen sich gegenseitig sowie den Entscheidungsträger:innen aus Kommunalpolitik und Stadtverwaltung ihre Vorhaben in einem Gallery-Walk vor. Außerdem stellen sie konkrete Forderungen an die Entscheidungsträger:innen, damit diese bei der Realisierung der Projektvorhaben der Kinder auch über die Abschlussveranstaltung hinaus unterstützen und diese innerhalb der Stadt Leipzig vorantreiben.

Weitere Informationen unter: www.kinderkongress-leipzig.de

Der Leipziger Kinderkongress ist ein Gemeinschaftsprojekt von: Haus Steinstraße e.V., Leipziger Kinderbüro des Deutschen Kinderschutzbundes Leipzig e.V. und dem Kinder- und Jugendzentrum HALLE 5 e.V. sowie der Stadt Leipzig